Newsletter-Abmeldung optimieren

Benutzer entfernenEs lässt sich grundsätzlich nicht vermeiden, dass sich Kunden vom Newsletter abmelden. Man sollte jedoch diesen Verlust nicht einfach hinzunehmen. Zum einen bietet es sich an, von Haus so zu handeln, dass die Abmelderate möglichst gering ausfällt; zum anderen kann man von der Newsletter-Abmeldung noch etwas für die Zukunft lernen und damit die Newsletter-Abmelderate senken. Manchen gelingt es sogar, das Abmelden auf dem letzten Schritt noch zu unterbinden. Hier gibt es Tipps für Best Practices.

Häufige Gründe für Newsletter-Abmeldungen

Möchte man Newsletter-Abmeldungen verhindern, ist es wichtig zu wissen, welche Abmeldungsgründe es gibt. Werden diese vermieden, dann wirkt sich das positiv auf die Kundentreue und die Responserate aus. Eine Möglichkeit der Analyse und der Optimierung ist die Beachtung von Studienergebnissen, denn rund die Hälfte der Abmelder gibt einen Grund an. Genannt werden vor allem

  1. zu viele Mailings / zu hohe Versandfrequenz
  2. irrelevanter oder uninteressanter Inhalt
  3. kein persönliches Interesse mehr an dem Anbieter und/oder den Angeboten
  4. inkorrekte Darstellung / unübersichtliches Design
  5. schlechte Erfahrung mit dem Versender (unabhängig vom Newsletter)

Die Sendefrequenz zählt zu den Hauptgründen, denn kaum jemand will jede Woche oder sogar mehrmals pro Woche mit Angeboten überflutet werden. Je nach dem Unternehmen und dem Anlass für den Newsletter-Versand empfiehlt sich eine Frequenz von einmal oder zweimal im Monat. Wenn hingegen nur alle paar Monate ein Mailing verschickt wird, ist das ebenfalls nicht sehr sinnvoll: Bei zu langen Pausen wird man vergessen, und verlorenes Interesse führt dann wiederum zum Newsletter abmelden. Es hat sich bewährt, den Nutzer bei der Anmeldung selbst darüber entscheiden zu lassen, wie oft er einen Newsletter erhalten will. Manche Betriebe offerieren beispielsweise eine wöchentliche oder monatliche Zusammenfassung von einzeln verschickten Newslettern, oft mit Kurztexten und Links zum Lesen des kompletten Inhalts bei Interesse. Ebenso bieten manche Unternehmen die Option, Themen auswählen zu lassen. Umgekehrt ist es dann möglich, sich nur von einem bestimmten, thematischen Newsletter abzumelden oder das Abonnement komplett zu kündigen.

Sind die Newsletter lediglich dazu gedacht, Eigenwerbung zu betreiben, ist die Wahrscheinlichkeit der Abmeldung hoch. Je persönlicher, relevanter und informativer der Newsletter-Inhalt ist, desto weniger Personen werden den Newsletter abbestellen. Sicherlich dürfen Angebote enthalten sein, da ein Newsletter in erster Linie dem Marketing dient, doch es ist vorteilhaft, darüber hinaus weitere Inhalte zu liefern. Neuigkeiten, Aufrufe zum Handeln, Gewinnausschreiben oder Rabatte sowie Einblicke in die Firma eignen sich als mögliche Inhalte, sollten jedoch nicht zu überlangen Texten führen. Das richtige Verhältnis von Bild und Text sowie das nachvollziehbare, clevere Setzen von Links für eine gute Klickrate wirken sich ebenfalls auf das Newsletter-Design und auf die Abmelderate aus. Des Weiteren macht es Sinn, die Zielgruppe zu analysieren und die Empfänger in Gruppen zu unterteilen. So lassen sich empfängerrelevante Inhalte erstellen, statt dass jeder dasselbe erhält und das Interesse verliert.

Es kommt immer wieder vor, dass sich jemand für einen Newsletter anmeldet, um einmalig von einem Sonderangebot zu profitieren oder an einer Aktion teilzunehmen. In diesem Fall ist es nur logisch, dass sich der Empfänger über kurz oder lang abmeldet oder sogar die Mailings als Spam markiert. Wer auf ein Double Opt-in verzichtet, muss mehr hiermit rechnen, da oft beim Browsen auf Webseiten mehr oder weniger ohne Nachdenken ein Häkchen gesetzt, ein Service abonniert oder ein gesetztes Häkchen ignoriert wird.

Auf keinen Fall unterschätzen sollte man das Layout und die Darstellung. Wichtig ist hierbei vor allem, dass sich der Versender der Digitalisierung bewusst ist: Immer mehr Menschen öffnen und lesen ihre E-Mails mit dem Smartphone, Handy oder Tablet-PC, sodass eine mobilfreundliche Darstellung unerlässlich ist. Ebenso sollte auf eine einfache Bedienung, einen geordneten Aufbau und eine einheitliche Strukturierung geachtet werden. Passt der Newsletter optisch zur Corporate Identity, lädt er rasch und macht er dem Empfänger das Klicken einfach, sorgt dies für mehr Zufriedenheit, was wiederum die Öffnungsrate und Klickrate positiv beeinflusst.

Die Abmeldung optimieren und Blacklisting vermeiden

Will man Newsletter-Abmeldungen vermeiden, bietet es sich zudem an, die eigenen Abmelder zu befragen oder bei der Anmeldung bereits nützliche Informationen zu ihren Vorlieben und Interessen einzuholen. Nutzt man einen Dienstleister oder Vorlagen für den Versand von Newslettern, sind Standardoptionen gegeben. Diese sollten im Idealfall personalisiert und erweitert werden. Es ist ratsam, in jedem versendeten Newsletter den Link zum Abmelden zu integrieren, gern ganz unten. Ein Klick hierauf führt zur Abmeldeseite, wo gegebenenfalls die Abmeldung oder die E-Mail-Adresse bestätigt wird. Beschränkt sich das Abmelden auf zwei Klicks, hält dies den Nutzer bei Laune und mag verhindern, dass er den Absender als Spam markiert. Ein Einloggen oder ein umständliches Suchen nach dem Abmelde-Link hingegen ist von Nachteil.

Im Regelfall umfasst die Abmeldeseite einige Multiple-Choice-Optionen zum Anklicken, aus welchem Grund man sich abmeldet. Diese führen jedoch nicht zu aufschlussreichen Erkenntnissen für eine Optimierung. Besser ist es, neben den Standardgründen wie Inhalt ist nicht relevant, Newsletter wird zu oft versendet und keine richtige Darstellung noch die Option Sonstiges hinzuzufügen und ein Feld für einen Kommentar zu integrieren. Auf diese Weise erhält man wichtiges Feedback und kann zukünftige Newsletter-Abbestellungen vermeiden.

Ein letzter Appel zum Vermeiden von Newsletter-Abmeldungen

BenutzerinformationSelbst, wenn der Empfänger sich schon dazu entschieden hat, den Newsletter abzubestellen, lässt sich vielleicht noch etwas unternehmen: Spricht man den Abmelder persönlich an und erwähnt, dass man ihn ungern verliert oder betont nochmals subtil, dass er mit der Abmeldung auch verlockende Angebote und spezielle Informationen verliert, mag dies manchmal dazu führen, dass die Person von der Abmeldung absieht. Es kommt nämlich vor, dass ein Nutzer mit der Zeit vergisst, warum er sich eigentlich angemeldet hatte oder inwiefern er davon profitiert. Ruft man ihm die Vorteile ein letztes Mal in Erinnerung, könnte dies auch verhindern, dass er den Absender als Spam markiert. Es ist sogar möglich, diese Erinnerung an den Hauptvorteil (wie exklusive Vergünstigungen) bereits mit dem Abmelde-Link in der E-Mail zu verknüpfen. Möchte man versuchen, den Nutzer umzustimmen, könnte man auch kurz zusammenfassen, wie viele Personen angemeldet und zufrieden sind. Eine kurze persönliche Abschiedsnachricht hilft ebenfalls dabei, dass der Kunde doch treu bleibt oder zumindest keine negative Bewertung abgibt. Eine kreative Lösung wäre es, ein letztes verlockendes Angebot zu bewerben, wenn der Nutzer statt dem Klick auf Abmelden eine andere Handlung durchführt.

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