Wie kann ich neue Empfänger gewinnen?

Hat sich ein Unternehmen dafür entschieden, Newsletter bzw. das E-Mail Marketing in die Marketingstrategien einzubinden, dann stellt sich gleich zu Beginn eine wichtige Frage: Wie schaffe ich es, möglichst viele Personen mit dem Newsletter zu erreichen? Mindestens genauso bedeutend ist es natürlich, jene Nutzer, die sich für den Newsletter angemeldet haben, auf Dauer zu behalten. Drei Hauptaspekte sind hierbei zu beachten: Erstens geht es um das Finden von Adressen / potenziellen Interessenten, zweitens um die Anmeldung selbst, und drittens um allgemeine Best Practices beim E-Mail Marketing.

Wie Newsletter Empfänger gewinnen? Strategische Ansätze, die weiterhelfen könnten

 

Es muss eine attraktive Motivation für Nutzer vorhanden sein, damit sie sich für den Newsletter anmelden. Ein toller Anreiz für ein Abonnement ist ein spezielles Angebot. So können Sie auf der Webseite / dem Blog und in sozialen Netzwerken damit werben, dass Newsletter-Empfänger einen besonderen Rabatt für ein Produkt oder eine Dienstleistung erhalten. Dabei sind theoretisch verschiedene Anreize denkbar:

  • ein einmaliger Rabatt nach dem Anmelden, sozusagen als Willkommensgeschenk
  • ein Preisnachlass für treue Kunden bzw. Empfänger von Newslettern, der immer einmal wieder gewährt wird oder sich auf bestimmte Artikel bezieht
  • ein personalisiertes Produkt oder ein besonderer Service, der normalen Kunden nicht angeboten wird

 

Newsletter FavoritEbenso bietet es sich an, Gewinnspiele zu nutzen, wenn Sie ohne viel Aufwand Newsletter Empfänger gewinnen wollen. Die Anmeldung ist dabei ein Kriterium, das die Gewinnspielteilnehmer erfüllen müssen. Obgleich diese Methode einen hohen Erfolg verspricht, weil jeder gern etwas geschenkt bekommt bzw. sich als Gewinner sehen möchte, mag diese Vorgehensweise im Nachhinein dazu führen, dass man die Empfänger wieder verliert. Ist kein interessanter Content und weiterer Anreiz geboten, könnte sich ein Gewinner oder jemand, der ohne Preis ausgegangen ist, nach der Aktion abmelden. Geben Sie deshalb den potenziellen Empfängern das Gefühl, Sie seien Teil eines elitären Kreises, der mehr Informationen erhält und auf vielerlei Weise von der Anmeldung profitiert. Darauf, wie die Newsletter-Empfänger „bei Laune gehalten“ werden, gehen wir in einem nachfolgenden Absatz näher ein.

 

Es gibt theoretisch die Option, dass Sie Adressen von Dritten beziehen. Wo und wie Newsletter Empfänger kaufen – und ist das überhaupt legal? Das ist zunächst schwierig zu bewerten, denn es kommt immer auf den Anbieter der Adressdatenbanken an. Falls ein Unternehmen (noch) nicht über eine eigene Adressdatenbank verfügt oder diese erweitern möchte, verlässt es sich gegebenenfalls auf die Kontakte bzw. den Adressbestand von sogenannten Listbrokern.
Mittels Listbroking lassen sich relevante und von Branchenkennern qualifizierte Adressen beziehen, welche für Mailings infrage kommen. Das bedeutet jedoch nicht, dass das Kaufen von Newsletter-Empfängern besonders ethisch oder aber erfolgreich ist. Es ist eher davon abzuraten, dass Sie Adressen kaufen, denn es lässt sich in einem solchen Fall nicht 100 % sichergehen, dass die betreffenden Personen wirklich dem Erhalt eines Newsletters (vor allem nicht von Ihrem Unternehmen) zugestimmt haben. Zwar handelt es sich in der Regel um Nutzer, die sich nicht explizit gegen den Erhalt von Werbemails ausgesprochen haben, aber die herkömmliche Vorgehensweise inklusive Double Opt-in entfällt beim Adressenkauf. Trotz vertraglicher Absicherung ist diese Taktik nicht unbedingt die Beste, denn es bleibt fraglich, ob die kontaktierten Personen überhaupt Interesse an Ihren Newslettern haben oder sich nicht einfach nach einer Weile abmelden oder Sie sogar in den Spam-Filter aufnehmen.

 

Pfeil NewsletterContent is King. Das gilt nicht nur für die Suchmaschinenoptimierung und für das Marketing im Allgemeinen, sondern auch für den Aufbau und die Pflege einer Datenbank an Newsletter-Empfängern. Wenn Sie auf der Webseite konstant hochwertige Inhalte veröffentlichen und zudem rege und effektiv Social Media Marketing betreiben, werden Nutzer von ganz allein auf Sie aufmerksam und entscheiden sich im Idealfall dazu, sich für den Newsletter anzumelden.

 

Es gilt eine Frage zu klären: Was erwartet den Empfänger? Hierfür wäre es von Vorteil, wenn Sie eine Online-Version des Newsletters auf Ihrer Webseite zugänglich machen können. So können vergangene Mailings gelesen werden, um den Anreiz für eine Anmeldung zu bieten. Es sollten jedoch nur beispielhaft ausgewählte, ältere / abgelaufene Newsletter mit zu erwartenden Abhandlungen einsehbar sein, denn beim Teilen aller Inhalte wäre es überflüssig, sich anzumelden.

 

Immer mehr Unternehmen bieten dem Nutzer die Möglichkeit, sich bei oder nach der Anmeldung für eine bestimmte Frequenz oder personalisierte Optionen zu entscheiden. So ist es dem Empfänger manchmal auch möglich, je nach Wunsch wöchentlich oder monatlich einen Newsletter zu erhalten oder nur gewisse Themen zu abonnieren.

 

Wichtig ist konstante Qualität gepaart mit einem Gespür dafür, wofür sich die Empfänger interessieren. Analysen der verschiedensten Art dienen dazu, das Response- und Klickverhalten zu untersuchen und herauszufinden, was zu besonders positiven Reaktionen führt. Damit können Sie zukünftige Mailings optimieren und dafür sorgen, dass keine Empfänger aus Mangel an Interesse verlorengehen. Eine einheitliche Gestaltung der Newsletter hinterlässt nicht nur einen professionellen Eindruck, sondern bringt Ihnen auch Wiedererkennungswert. Einheitlichkeit betrifft dabei ebenso das optische Abstimmen von Anmeldeformular, Bestätigungsmail und eventuell Abmeldeformular, denn hierdurch entsteht der erste Eindruck und schon diese Art der (automatisierten) Kommunikation erzielt einen positiven Effekt.

 

Wie Newsletter Empfänger generieren? Die Anmeldung ist das A und O!

 

Die Anmeldung an sich ist mindestens genauso wichtig – wenn nicht gar wichtiger – wie der Anreiz hierzu. Achten Sie darauf, dass Interessenten sich so leicht und schnell wie möglich für Newsletter anmelden können. Die folgenden Tipps zur Gestaltung der Anmeldung können Ihnen vielleicht weiter helfen.

 

1) Das Anmeldeformular richtig platzieren

 

Es kommt darauf an, wo Sie das Anmeldeformular platzieren, damit Nutzer darauf aufmerksam werden und es anklicken. Welche Möglichkeiten gibt es?

 

  • Ein Popup beim Besuch der Webseite / einer bestimmten Landingpage / beim Klick auf einen bestimmten Text, Link oder Button ist eine gute Idee, um auf sich aufmerksam zu machen. Es ist jedoch möglich, dass Nutzer diesen Popups so häufig begegnen, dass sie diese entweder genervt wegklicken und ignorieren oder dass sie einen Popup-Blocker benutzen, der die Funktion komplett unterdrückt. Sollten Sie also diese Methode wählen, bietet es sich an, eine alternative Option ebenfalls zu nutzen.

 

  • Ein Formular oder Link im Fuß von E-Mails und im Footer-Bereich von Webseiten ist eine klassische Option, deren Erfolg zu bezweifeln steht. Kaum jemand klickt sich bis ganz unten durch und achtet auf etwas in kleiner Schrift (Schätzungen gehen von nur 2 % aus). Sinnvoller ist es, gut sichtbar das Wort Newsletter im oberen Bereich zu verlinken.

 

  • Ein Anmeldeformular im Seitenbereich lässt sich auf verschiedenste Weise integrieren, zum Teil mit effektvollen Grafiken, kompletten Formularen oder kleinen Feldern mit Adresszeile und Button. Ist das Formular gut sichtbar, ohne dabei störend bzw. wie lästige und aggressive Werbung zu wirken, sind die Anmeldechancen hoch. Ein farbiger Button, der sich vom Webseiteninhalt abhebt, ist eine gute Idee. Es wird bei der Platzierung empfohlen, nicht nur die Hauptseite, sondern auch thematisch passende Unterseiten zu berücksichtigen.

 

  • Ebenso kommt es auf die Wortwahl bzw. das Wording an. Sehr direkte, werberische Begriffe wie „bestellen“ oder „abonnieren“ sollten durch sanftere, willkommenere Aufforderungen wie z. B. „eintragen“ oder „gratis anfordern“ ersetzt werden. Manche Betriebe verzichten sogar auf das Wort Newsletter, da es zum Teil negativ behaftet ist, und umschreiben das Ganze beispielsweise mit Wortlauten wie „um ein VIP-Mitglied zu werden“, „immer informiert bleiben“ oder „spezielle News erhalten“. Es mag sich vorteilhaft auf die Conversion Rate auswirken, wenn Sie eine zusätzlich anreizende Formulierung wie „Jetzt Newsletter anfordern und sofort 10% sparen“ in das Formular aufnehmen bzw. unter dem Button platzieren.

 

2) Captcha als Identifizierung von natürlichen Personen – ja oder nein?

 

Eine Art der Absicherung hingegen wird heutzutage mehrfach genutzt, ist allerdings auch stark umstritten: CAPTCHA. Das Kürzel steht für die Methode, beim Anmeldeprozess sicherzustellen, dass es sich um einen menschlichen Nutzer handelt und nicht um einen Bot. Hierfür muss beim Anmelden eine kurze Frage beantwortet, eine einfache mathematische Rechnung gelöst, ein Haken gesetzt oder eine Buchstabenfolge eingetippt werden. Viele Nutzer verstehen den Sinn des CAPTCHAs nicht und sind eher verunsichert. Dies alles kostet Zeit und könnte im Ernstfall dazu führen, dass jemand die Anmeldung gar nicht erst vornimmt oder abbricht. Sie sollten daher Captcha vermeiden.

 

3) Ruckzuck-Anmeldung ist ideal

 

BenutzerinformationDatensparsamkeit zahlt sich aus. Experten gehen nämlich davon aus, dass jede Webseite durchschnittlich nur 15 Sekunden Zeit hat, um Nutzer dazu zu verleiten, auf der Seite zu bleiben. Das gilt für Anmeldeformulare ebenso. Es mag verlockend sein, so viel wie möglich über die Empfänger zu erfahren, um auf sie ausgerichtete Kampagnen zu schalten. Doch der Nachteil am Einholen von Informationen wie dem Wohnort, dem Alter, dem Geschlecht oder anderen Daten kostet bei der Anmeldung unnötige Zeit. Zudem ist es denkbar, dass ein Nutzer so anonym wie möglich bleiben möchte. Es ist daher ratsam, nur den Namen und die E-Mail-Adresse oder sogar nur die E-Mail-Adresse zu verlangen. Das bietet sich speziell bei kleinen Formularen auf der Seite und bei Popups an. Sollte ein größeres Anmeldeformular separat auf der Webseite angeboten werden, ist es möglich, neben diesen wenigen Pflichtfeldern optionale Felder für zusätzliche Angaben zu integrieren.

 

4) Mobile Marketing nicht vergessen

 

Zahnrad Einstellungen ChecklisteViele nutzen heute das Smartphone oder ein anderes mobiles Endgerät dazu, im Internet zu surfen und ihre E-Mails abzurufen. Ebenso wie die Webseite mit ihrem Design an sich sollte daher auch das Anmeldeformular auf mobile Nutzer abgestimmt sein. So haben Sie u. a. die Möglichkeit, mittels Autocomplete den Prozess zu simplifizieren. Es muss so nicht mühsam die komplette E-Mail-Adresse eingetippt werden. Ähnlich wirkungsvoll sind mail-to-Optionen, die das normale Anmeldeformular ersetzen und eine automatisierte Nachricht in das E-Mail-Postfach auslösen. Damit wird ein Adressat der Liste hinzugefügt und erhält danach eine Bestätigungs-Mail. Ob es sinnvoll ist, für die Anmeldung einen QR-Code anzubieten, ist nach wie vor umstritten, wobei speziell deutsche Handynutzer ihnen zugetan sind. Eine Studie von Comscore hat ergeben, dass Mai und Juni 2014 circa 17 Millionen Nutzer in Deutschland einen QR-Code verwendeten.

 

Fazit

Optimieren Sie das Anmeldeformular so, dass es möglichst wenige Informationen abfragt. Platzieren Sie es gut sichtbar und verzichten Sie auf hindernde Faktoren wie Captcha-Elemente. Stellen Sie darüber hinaus mit einem einheitlichen Design und hochwertigen Inhalten sowie verlockenden Anreizen sicher, dass ein echtes Interesse an der Anmeldung besteht und dieses bestehen bleibt.

 

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